Erziehungstipp November

Erziehungstipp November

Ohne Moos nix los
Ohne Moos nix los

Das liebe Geld

Oder: „der gibt das doch nur für Unsinn aus“

 

Immer wieder stellt sich die Frage, ob und wieviel Taschengeld Kinder/Jugendliche eigentlich bekommen sollten. Eigenes Geld in der Tasche ist für Autonomieentwicklung von Kindern natürlich sehr wichtig. Sie erhalten die Möglichkeit verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu erlernen. Zudem können sie eigene Entscheidungen treffen und sind in manchen Dingen nicht mehr so von den Eltern abhängig.

Für Eltern ist es aber oft schwer auszuhalten, wenn der Nachwuchs sein Geld für vermeintlichen Quatsch wie Handyzubehör oder Süßigkeiten ausgibt. Das ist aus Erwachsenensicht nachvollziehbar, aber fragen Sie sich mal: geben Sie nur für absolut sinnvolle Dinge Geld aus? Oder gönnen Sie sich manchmal einen Eisbecher, ein neues Paar Schuhe (obwohl der Schrank voll ist) oder gehen zum Frisör? Sie geben Geld für Dinge aus, die Ihnen wichtig sind. Und so tun das auch die Kinder. Und das müssen wir als Erwachsene auch aushalten. Genauso, wie es Kinder/Jugendliche aushalten müssen, wenn ihr Geld nicht mehr für alles reicht bzw. sie sich etwas nicht leisten können, weil sie das Taschengeld für z.B. Süßkram ausgegeben haben wobei sie doch eigentlich eine neue Handyhülle wollten. Nur so gelingt Lernen, nur so gelingt später der gesunde Umgang mit Geld.

Für die Höhe des Taschengeldes gibt es eine Entscheidungshilfe, die Zahlen basieren auf einer Expertise des Deutschen Jugendinstitutes.

4 – 6 Jahre: 0,50 – 1,00 E pro Woche

6 Jahre: 1,00 – 1,50 E pro Woche

7 Jahre: 1,50 – 2,00 E pro Woche

8 Jahre: 2,00 – 2,50 E pro Woche

9 Jahre: 2,50 – 3,00 E pro Woche

10 Jahre: 15,50 – 18,00 E pro Monat

11 Jahre: 18,00 – 20,50 E pro Monat

12 Jahre: 20,50 – 23,00 E pro Monat

13 Jahre: 23,00 – 25,50 E pro Monat

14 Jahre: 25,50 – 30, 50 E pro Monat

15 Jahre: 30,50 – 38,00 E pro Monat

16 Jahre: 38,00 – 45,50 E pro Monat

17 Jahre: 45,50 – 61,00 E pro Monat

18 Jahre und älter: 61,00 – 76,00 E pro Monat

Diese Werte sind als Orientierungshilfe zu verstehen, Gründe für Abweichungen kann es natürlich immer geben (viele Kinder, Wohnort, soziales Umfeld). Eine gesetzliche Regelung gibt es nicht, wichtig ist es, die Kinder in diese Entscheidung miteinzubeziehen und über finanzielle Herausforderungen zu sprechen.

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