Kenne Sie die 3 – 6 – 9 – 12 Regel nach Professor Serge Tisseron?

Diese Zahlen stellen in dieser Konstellation eine Altersangabe dar, und zwar für die Mediennutzung hinsichtlich des Kindesalters.

Gerade jetzt nach (und während) der Coronapandemie beklagen sich viele Eltern, dass die Kinder zu viel am Handy, Tablet etc. seien. Doch ganz ohne geht auch nicht, oder? Wann aber ist was geeignet? Dabei kann die 3 6 9 12 Regel helfen:

Kein Bildschirm unter 3 Jahren,

Keine eigene Spielekonsole vor 6 Jahren,

Kein Internet vor 9 Jahren und

Kein unbeaufsichtigtes Internet vor 12 Jahren.

Diese Altersgrenzen können ein guter Anhaltspunkt dafür sein, was das eigene Kind schon darf und was man lieber noch nicht erlauben sollte. Hinsichtlich der Nutzungsdauer bietet sich an, einmal genau hinzuschauen: ganz häufig werden die Geräte vor der Schule, auf dem Schulweg und gleich nach der Schule sowie nach den Hausaufgaben genutzt. Dabei kommt eine beachtliche Zeitspanne zustande. Und es lohnt sich hinzuschauen, in welchen Situationen die Geräte genutzt werden. Meistens um „Zeit totzuschlagen“, weil die Kinder sich langweilen (siehe dazu auch den Artikel über Langeweile).

Anstatt aber viel zu schimpfen, weil die Kinder schon wieder so lange zocken oder YouTube schauen: fragen Sie sich selbst: was biete ich stattdessen an, und welches Vorbild biete ich ihnen? Wieviel Bildschirmzeit haben Sie heute schon intus?

Es geht darum, die Kinder hilfreich in ihrer Medienkompetenz zu begleiten und zu unterstützen. Und von niemandem lernen sie so viel wie von ihren Eltern. Seien Sie sich dessen bewusst, wenn Sie das nächste Mal hinter dem Handybildschirm verschwinden.

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