Kinder und Krieg

Kinder und Krieg

Es ist für uns alle schwer zu begreifen und auszuhalten was gerade passiert. Es gibt Krieg, der in unserer unmittelbaren Nähe zu sein scheint.

Das Thema ist allgegenwärtig und auch Kinder bekommen es mit. Kinder bekommen meist sehr viel mehr mit, als wir Erwachsenen denken. Helfen Sie Ihren Kindern mit dieser Situation zurechtzukommen. Nicht jedes Kind traut sich, von sich aus Fragen zu stellen. Beobachten Sie daher Ihr Kind und geben ihm Raum und Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen.

Das Wichtigste ist, dass Sie mit ihren Kinder möglichst ruhig und unaufgeregt darüber sprechen. Fragen Sie ruhig auch nach, was Ihr Kind bereits weiß. Vermitteln Sie durch Ihre eigene Art darüber zu sprechen Ruhe und Sicherheit. Verwenden Sie altersangemessene Sprache und Worte. Achten Sie darauf, was Ihr Kind will. Manche Kinder wollen gar nichts darüber wissen, andere haben sehr viele Nachfragen. Kindernachrichten wie z.B. „logo!“ können eine gute Ergänzung sein.

Versuchen Sie kindgerechte aber ehrliche Antworten zu finden. Sie müssen nicht alles erzählen. Versuchen Sie aber auch nicht auszuweichen. Wir können unsere Kinder nicht von allem Unangenehmen fernhalten. Wichtig ist, einen guten Umgang mit solchen Nachrichten zu lernen. Betonen Sie, dass es hier bei uns auf jeden Fall sicher ist.

Es ist auch in Ordnung eigene Unsicherheiten zuzugeben oder zu sagen, dass dieses Thema ganz schön kompliziert ist. Das ist für die Kinder dann auch eine Erklärung dafür, warum Sie sich selbst vielleicht häufig über dieses Thema unterhalten oder Nachrichten dazu anschauen.

Halten Sie Ihre Kinder wenn möglich von Bildern fern. Kinder stellen sich in ihrer Phantasie die Dinge meist in einer für Sie aushaltbaren Weise vor. Bilder hingegen können verstörend sein.

Betonen Sie, dass es Hilfe für die Menschen gibt und dass alle zusammenhelfen um den Krieg wieder zu beenden.

Trösten Sie Ihre Kinder, wenn diese traurig sind oder Angst haben. Es ist normal, dass es einem nicht gut geht, wenn so etwas wirklich Schlimmes passiert.

Weitere kindegerechte Informationen bieten Quellen wie logo!, Fag Finn! Oder Blinde Kuh.

Mit extra Kinderseiten und Videos bieten diese Plattformen auch auf Social Media Möglichkeiten, sich zu informieren. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über diese Medien und schauen Sie, was die Kinder schauen.

Und zum Schluss: Positiv bleiben. Fokussieren Sie auf gute Meldungen, widmen Sie sich alltäglichen schönen Dingen wie einem Spiel oder eine Geschichte vorlesen. Vergessen Sie nicht, dass es sich um eine Ausnahmesituation handelt.

 

Und wenn Sie sich darüber hinaus noch weitere Sorgen um Ihr Kind machen oder das Gefühl haben, dass es mehr als andere Kinder unter der Situation leidet, dann sprechen Sie uns gerne an. Im Rahmen einer Sprechstunde können wir Ihren „Fall“ ganz individuell betrachten.

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