Psychotherapeutische Praxen in Roßbach stellen sich gegen die Kürzungen in der Psychotherapie

Die psychotherapeutischen Praxen in Roßbach positionieren sich klar gegen die aktuellen und geplanten Kürzungen im Bereich der Psychotherapie. Diese Entwicklungen gefährden die Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen massiv – und werden spürbare Folgen für Patientinnen und Patienten haben.

Bereits jetzt wurde eine Honorarkürzung von 4,5 % umgesetzt. Darüber hinaus stehen weitere Maßnahmen im Raum:

  • die Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen,
  • eine Deckelung der Patientenstunden,
  • sowie Einschränkungen beim direkten Zugang zur Psychotherapie.

Die Folgen wären gravierend: Weniger Therapieplätze, längere Wartezeiten und eine erschwerte Versorgung psychisch belasteter Menschen.

Auch besonders kritisch sehen wir die drohende Abschaffung des sogenannten Erstzugangsrechts. Das würde bedeuten, dass Patientinnen und Patienten künftig zunächst eine hausärztliche Überweisung benötigen, bevor sie psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen können. Gerade im Bereich psychischer Erkrankungen ist jedoch ein schneller und unkomplizierter Zugang zu Unterstützung essenziell.

Aus diesem Grund werden wir laut. Wir gehen auf die Straße, suchen den öffentlichen Dialog und nutzen verschiedene Möglichkeiten, um auf die Situation aufmerksam zu machen. Unter anderem waren wir bereits in einem Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung vertreten, um über die drohenden Auswirkungen zu informieren.

Ebenso wichtig ist es, dass wir Therapeutinnen und Therapeuten soziale Medien, Pressearbeit und politische Gespräche nutzen, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Wir stehen hierzu auch im Austausch mit Politikerinnen und Politikern auf verschiedenen Ebenen.

Gleichzeitig möchten wir auch unsere Patientinnen und Patienten informieren – sowohl im persönlichen Gespräch in der Praxis als auch über diese Website. Denn psychotherapeutische Versorgung betrifft uns alle.

Jede und jeder kann unterstützen:

  • durch Gespräche mit Krankenkassen,
  • durch Kontaktaufnahme mit Politikerinnen und Politikern auf Landes- und Bundesebene,
  • sowie durch das Unterzeichnen entsprechender Petitionen.

Link zur Bundestagspetition - diese ist ab heute noch für 14 Tage online.

Psychische Gesundheit darf nicht weiter eingeschränkt werden. Eine gute psychotherapeutische Versorgung muss erreichbar, niedrigschwellig und ausreichend finanziert bleiben.

Wir bleiben für euch/ Sie laut!

Die psychotherapeutischen Praxen in Roßbach

Elisabeth Eisinger & Stefanie Dechant

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